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Projekte

für Freiwilligendienstleistende, Praktikanten oder Famulanten

Freiwilligendienst in einem Waisenhaus

InterAct arbeitet in Kooperation mit Waisenhäusern. Die Träger von Waisenhäusern sind in Ghana überwiegend Nichtregierungsorganisationen und Kirchen, einige Waisenhäuser werden auch vom Staat unterhalten. Das Geld ist oftmals knapp bemessen.

Volunteers helfen dabei, den Tagesablauf der Kinder zu gestalten, Freizeitaktivitäten zu organisieren und mit den Kindern zu spielen. Natürlich wird auch im täglichen Rhythmus beim Ankleiden, Essen, Waschen, Baden etc. geholfen. Auch beim Einkauf oder bei anfallenden Arbeiten am Haus kann das Waisenhaus unterstützt werden.

Teilweise verfügen die Waisenhäuser über eigene Kindergärten oder Schulen. Eine Mitarbeit dort ist auf Wunsch hin ebenfalls denkbar.

Es werden keine besonderen Anforderungen an die Volunteers gestellt und jeder kann sich aktiv in das Geschehen einbringen – je nach den eigenen Fähigkeiten und der Motivation.

Freiwilligendienst in einer Schule

Das ghanaische Schulsystem ist untergliedert in eine Primary School (6 Jahre), eine Junior Secondary School (= JSS, 3 Jahre) und eine Senior Secondary School (= SSS, 3 Jahre). Nur, wer die SSS erfolgreich abgeschlossen hat, ist berechtigt an einer Universität oder Polytechnic zu studieren. Viele Kinder verlassen allerdings schon früher die Schullaufbahn, teils weil sie eine Ausbildung oder Arbeit aufnehmen, teils auch, weil die Schulgebühren für die SSS für ihre Familien unerschwinglich sind.

Seit Ende 2005 ist der Besuch der Primary School und der JSS kostenlos (d.h. ohne Schulgebühren). Das Geld für Unterrichtsmaterialien und Schuluniformen muss jedoch trotzdem privat aufgebracht werden.

Um an einer SSS zu unterrichten, ist ein Universitätsstudium Voraussetzung. Auch für die Primary School und die JSS werden Lehrer in dreijährigen Kursen an Teacher’s Training Colleges ausgebildet. Auch unsere Volunteers werden im Unterricht, bei Hausaufgabenbetreuung, bei Verwaltungsarbeiten etc. in Primary Schools und Junior Secondary Schools eingesetzt. Bei längeren Aufenthalten ist das Anbieten von AGs oder Fördergruppen am Nachmittag denkbar.

Da die offizielle Landessprache und somit auch die Unterrichtssprache in den Schulen Englisch ist, sind gute Englischkenntnisse Voraussetzung für die Volunteerarbeit in einer Schule.

Das Schuljahr ist in drei Trimester (Terms) aufgegliedert. Von Mitte September bis vor Weihnachten läuft das erste Trimester, dann sind drei bis vier Wochen Weihnachtsferien. Von Mitte Januar bis Mitte April ist das zweite Trimester, das dritte Trimester geht von Mitte Mai bis Ende Juli und endet mit den Abschlussprüfungen der jeweiligen Klassenstufen. Die Ferienzeiten zwischen den Trimestern sollten bei der Planung des Aufenthaltszeitraums beachtet werden.

Freiwilligendienst in einem Kindergarten

Das Kindergartensystem ist in vielen Dörfern noch nicht gängig, in größeren Ortschaften oder Städten hingegen gibt es für Kinder ab zwei Jahren die Möglichkeit einen Kindergarten zu besuchen.

Ein Teil der Kindergärten ist staatlich organisiert, andere sind unter privater Trägerschaft. Das Personal ist oftmals nicht spezifisch ausgebildet, sondern es werden meist junge Frauen nach ihrem Schulabschluss eingelernt.

Das Kindergartensystem orientiert sich stark am englischen System. Neben Spiel und Gruppenaktivitäten werden die Kinder schon früh unterrichtet. Sie lernen das Alphabet, Zahlen und den Umgang mit der englischen Sprache. Zumeist sind die Kinder ganztägig in der Einrichtung, das heißt, dass sie dort auch essen und einen Mittagsschlaf machen.

Volunteers können das Kindergartenpersonal im Tagesablauf unterstützen. Besondere Fähigkeiten sind nicht vorausgesetzt.

Das Kindergartenjahr ist wie das Schuljahr in drei Trimester aufgegliedert. Von Mitte September bis vor Weihnachten läuft das erste Trimester, dann sind drei bis vier Wochen Weihnachtsferien. Von Mitte Januar bis Mitte April ist das zweite Trimester, das dritte Trimester geht von Mitte Mai bis Ende Juli. Die Ferienzeiten zwischen den Trimestern sollten bei der Planung des Aufenthaltszeitraums beachtet werden.

Freiwilligendienst/ Famulatur in einem Krankenhaus

Das Gesundheitssystem in Ghana ist sehr zentralisiert. In Accra finden sich Fachärzte und Spezialisten aller möglichen Richtungen. Auch die Regional Hospitals (die Krankenhäuser in den Landeshauptstädten) sind noch relativ gut ausgestattet. Je weiter man jedoch auf lokale Ebene hinuntersteigt, desto schlechter sind die Krankenhäuser ausgerüstet und desto weniger findet man Fachärzte oder Spezialisten.

Das System beruht auf Überweisungen an die höheren Ebenen und oftmals reisen Spezialisten aus Accra durchs Land, so dass die anderen Regionen wenigstens einmal im Monat z.B. von einem HNO-Arzt betreut werden.

Ein großes Problem sind natürlich die Finanzen der Krankenhäuser. Brain Drain, also das Abwandern von Ärzten und Krankenschwestern nach Europa oder Amerika, ist das zweite große Problem. Oftmals herrscht ein Mangel an Ärzten und Pflegepersonal, vor allem in den ländlichen Regionen und im Norden. Kuba stellt mit mehreren hundert Ärzten, die immer für zwei Jahr in Ghana arbeiten, ein großes Kontingent an Fachkräften bereit.

Dennoch hat Ghana viele sehr positiven Entwicklungen im Gesundheitswesen zu verzeichnen. 2005 wurde ein National Health Insurance Sceme eingeführt (eine Krankenversicherung).

Da der Staat auch vermehrt darauf achtet, dass das Gesundheitswesen qualitativ hochwertig arbeitet, werden ins besondere Fachkräfte mit Qualifikation gerne gesehen. Ein Abgeschlossenes Studium oder eine abgeschlossene Ausbildung im medizinischen Bereich sind dabei wünschenswert. Aber auch Medizinstudenten oder Auszubildende im medizinischen Bereich (z.B. Physiotherapeuten, Krankenpfleger, etc.) können einen Freiwilligendienst bzw. ihre Famulatur in einem Krankenhaus absolvieren. Großteils kann auch ein Praktikumsplatz für Interessenten ohne medizinische Vorkenntnisse gefunden werden.

Je nach Qualifikation wirst Du in einem Krankenhaus oder einer Klinik eingesetzt.

Freiwilligendienst in einem Community Center

InterAct arbeitet mit „Community Centers“ in ländlichen Gebieten oder in Vorstädten zusammen, die versuchen, Angebote im Bereich der Sozialen Arbeit und der Freizeitbetreuung zu stellen. Diese Gemenidezentren wurden teils mit Unterstützung internationaler Geber errichtet und werden nun von der Gemeinde und/ oder lokalen Nichtregierungsorganisationen geführt.

Die Community Centers beinhalten z.B. einen Computerraum, Spielzimmer, Hausaufgabenbetreuung, …

Volunteers können unter anderem Freizeitgebote für Kinder mitgestalten, Nachhilfestunden anbieten, Computerunterricht geben, Lesetraining durchführen oder sich im Rahmen der Organisation des Centers betätigen. Gerne können auch kreative und neue Angebote in Zusammenarbeit mit der Centerleitung selbst entworfen werden. Das Aufgabenfeld hier ist sehr bereit und kann auf Eigeninitiative hin auch sehr vielfältig gestaltet werden.

Die Freude am Umgang mit Kindern ist Voraussetzung für einen Einsatz. Keine weiteren Qualifikationen sind nötig.

de/offerings/projects.txt · Zuletzt geändert: 2016/01/09 19:47 von britta