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Über Ghana

Ghana ist ein sehr vielseitiges Land, das allerhand zu bieten hat. Auf der Landkarte findet man den 239 460 km² großen Staat in der Mitte Westafrikas am Golf von Guinea. Eingerahmt von Togo im Osten, Burkina Faso im Norden und der Elfenbeinküste im Westen besitzt Ghana eine Küstenlänge von 550 km.

Ghana ist in zehn Regionen unterteilt: Greater Accra umfasst die Hauptstadt Accra und deren Schwesterstadt Tema, die Volta Region (an Togo angrenzend), die Central Region, die Western Region, die Eastern Region, die Ashanti Region und die Brong Ahafo Region in der Mitte des Landes und die Northern Region, Upper West und Upper East im Norden Ghanas. Die offizielle Landessprache Ghanas ist Englisch.

Landschaftlich kann man Ghana grob in die Küstenebene, die Regenwälder im Süden und die Savanne im Norden unterteilen. Im Süden durchziehen einige Berg- und Hügelketten das Land, der Norden ist eher flach und weit. Ghana ist generell ein wasserreiches Land. Viele Flüsse versorgen die Natur mit Wasser. Der Weiße und der Blaue Volta vereinigen sich im Norden des Landes und bilden mit dem Volta-Lake einen der größten Stauseen der Welt.

Mit seiner Lage etwas nördlich des Äquators ist Ghana ein typisch tropisches Land. Hier kennt man keine Jahreszeiten sondern nur Regen- und Trockenzeit. Im Süden gibt es zwei Regenzeiten: zwischen April und Juni und im August/ September. Während der Regenzeit ist die Luftfeuchtigkeit am höchsten und liegt im Süden nicht selten bei um die 90%. Der Norden des Landes kennt nur eine Regenzeit. Da die Trockenzeit dort extremer ausfällt als im Süden (das Thermometer steigt deutlich über 30°C und es regnet sehr wenig), kann man dort auch starke Veränderungen der Vegetation erkennen.

Politisch ist Ghana eines der stabilsten Länder des afrikanischen Kontinents. Als ehemalige britische Kolonie diente Ghana (früher Goldküste genannt) als Rohstofflieferant für Europa, aber auch als Sklavenlieferant für die USA. Die Spuren der Kolonialherren sind in zahlreichen Festungen und Sklavenburgen besonders entlang der Küste noch aufzufinden und heute zu besichtigen.

1957 führte Kwame Nkrumah das Land als ersten afrikanischen Staat südlich der Sahara in die politische Unabhängigkeit. In den folgenden Jahrzehnten kam es zu einigen gewaltsamen Machtübernahmen durch Putsche, welche das Land destabilisierten und auch wirtschaftlich schwächten. 1992 wurden erneut Wahlen mit Wettbewerbscharakter eingeführt. Im Jahre 2000 kam es zum ersten demokratischen Regierungswechsel. Alle vier Jahre finden nun Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Ghana ist daher eine der Vorzeigedemokratien in Afrika.

Ein Großteil der Bevölkerung Ghanas ist in der Landwirtschaft tätig, davon viele als Subsistenz-Bauern (das heißt, Bauern, die überwiegend Selbstversorger sind). Es wird Mais, Reis, Hirse, Yams, Obst, Gemüse, Kochbananen, Maniok,… angebaut. Als cash-crop ist Kakao die wichtigste Kulturpflanze in Ghana.

Edelholz-Exporte und die Förderung von Bodenschätzen (u.a. Gold) sind weitere wichtige Wirtschaftssektoren Ghanas. Auch der Tourismus ist in den letzten Jahren (vor allem im Süden des Landes) immer mehr zur Einnahmequelle geworden.

Die Menschen in Ghana sind generell sehr freundlich und auch Fremden gegenüber offen.

Grob lässt sich Ghana in vier große Volksgruppen unterteilen: die Akan im Süden und im Zentrum Ghanas, die Mole-Dagbani im Norden, die Ewe im Osten Ghanas und die Ga-Adangbe um Accra. Es gibt jedoch noch viele, viele kleine Volksgruppen, mit jeweils eigener Sprache und Tradition.

Durch die vielen verschiedenen Ethnien ist Ghana kulturell sehr vielschichtig. Von der Malerei über Schnitzen, Batik, Schmuckherstellung und Keramik bis hin zur Flechtkunst ist alles zu finden. Ebenso vielfältig ist die Musik. Trommel, Zimbeln, Gongs, Kastagnetten, Flöten und Rasseln sind nur einige der traditionellen Instrumente des Landes. Highlife und Hiplife werden als die moderneren Musikrichtungen – wie auch Reggae – auf allen Radiosendern auf und ab gespielt.

Vom Glauben her herrscht Religionsfreiheit. Christen, Moslems und traditionell Gläubige leben friedlich miteinander.

Weiße sind in vielen Teilen Ghanas noch immer eine Rarität. Besonders Kinder freuen sich immer wieder, wenn sie ein weißes Gesicht entdecken. Nicht selten wird man dann mit Rufen oder Winken begrüßt. Aber auch die Erwachsenen sind sehr hilfsbereit und wenn man sich auf Begegnungen einlässt, kann es schon mal vorkommen, dass man spontan eingeladen wird.

Das Wort „AKWAABA“, das den Eingang des Flughafens in Accra ziehrt, kann in Ghana wirklich ernst genommen werden. Es ist Twi und heißt übersetzte: „WILLKOMMEN“!

de/about_ghana.txt · Zuletzt geändert: 2014/02/06 21:35 von britta